21.05.2026
Rückblick 26.06.2026 Verabschiedung Kantorin Monika Wrobel
"Und ein neuer Morgen..."
Nach 11 Jahren und einem Monat verlässt Kantorin Monika Wrobel die Kirchengemeinde Gardelegen und die Altmark. „Das war immerhin mehr als ein Viertel meines Lebens“, sagt sie mit dem typischen Schmunzeln. Und wo zieht es sie hin? In die Masuren, zu grünen Wiesen, tiefen Wäldern und dunklen Seen. Ein Sehnsuchtsort und ein kompletter Neuanfang. Doch bevor es soweit ist, gestaltete sie sich und allen Gardelegener Musikfreunden einen Abschied, in dem sie alles aufbot, was die Kirchengemeinden Gardelegen und Mieste musikalisch zu bieten haben. Und dass das eine Menge ist, davon konnten sich die Besucher in der gut gefüllten Marienkirche am Freitagabend überzeugen: der Posaunenchor Mieste, der Kirchenchor Dannefeld-Mieste, die Kantorei Gardelegen und der Fli-Fla-Flötenkreis Gardelegen gestalteten gemeinsam ein Sommerkonzert.
„Und ein neuer Morgen“ war der Titel des Konzertes und viele Lieder standen ganz im Zeichen des Neuanfangs, Aufbruchs und der Hoffnung auf die Zukunft. So sang der Kirchenchor Dannefeld Mieste die Zeilen: „Die Seele wird frei… Der Geist unseres Glaubens schickt uns in die Welt“. Auch Superintendent Steffen Doms, der Monika Wrobel offiziell per Handschlag entpflichtete sagte: „Du bist jetzt frei!“, was für lachenden Zuspruch in der Kirche sorgte.
Kirchenchor und Kantorei sangen gemeinsam: „Was ich erträume, hast du schon getan. Seh ich den Weg nicht, gehst du ihn voran“.
Als Abschluss war die ganze Zuhörerschaft eingeladen „Der Mond ist aufgegangen“ mitzusingen, bevor die Kantorei Gardelegen noch eine ganz besondere Überraschung für Monika Wrobel bereit hielt: Kantoreisänger Sebastian Hering-Bombach hatte für ein polnisches Volkslied einen deutschen Text gedichtet. Mit den Worten: „Nimm mit im Herzen unsere Lieder“, schickte der Chor seine Leiterin in den Neuanfang.
Sie wird fehlen, so der Grundtenor der Abschiedsreden, ihre Fröhlichkeit und die Anekdoten. „Du hast uns alle mitgenommen! Freudvoll, motiviert und motivierend.“, fasste es Ilka Marten vom Flötenkreis zusammen.
Und wie wird es nun weitergehen für Monika Wrobel? „Erstmal muss ich eine neue Sprache lernen und dann packt man nicht einfach nur ein kleines Köfferchen für so viele Kilometer.“ Vor allem aber wünsche sie sich schnell eine gute Nachfolge „für all die lieben Menschen“. Die Stelle ist seit einigen Wochen ausgeschrieben und die Kirchengemeinde Gardelegen hofft auf viele gute Bewerber.
(Text: Kirchengemeinde Gardelegen)